Vom 15. Juni bis 13. Oktober  Einzelausstellung 

 

 

Julie Wolfthorn.

Mit Pinsel und Palette die Welt erobern“

Barkenhoff-Stiftung, Worpswede

http://www.heinrich-vogeler-gesellschaft.de/aktuelles.html

 

Dr. Heike Carstensen während der Eröffnungsveranstaltung am 14. Juni 2013

 Foto: © Focke Strangmann / Worpsweder Museumsverbund

 

Die Ausstellung wird sehr gut angenommen, siehe Presse; unter vielen anderen: "Mit Pinsel und Palette die Welt erobert" (http://www.weser-kurier.de/region/zeitungen_artikel,-Mit-Pinsel-und-Palette-die-Welt-erobert-_arid,597627.html), "Berlins Porträtistin" (http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/kultur/berlins-portraetistin-2965567.html).

 

Heike Carstensen
Leben und Werk der Malerin und Graphikerin Julie Wolfthorn (1864 – 1944)
Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens

http://www.tectum-verlag.de/2728_Heike_Carstensen_Leben_und_Werk_der_Malerin_und_Graphikerin_Julie_Wolfthorn_(1864_%96_1944)._Rekonstruktion_eines_K%FCnstlerinnenlebens.html

Julie Wolfthorn – zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte sie zu den meistbeschäftigten und bekanntesten Künstlerinnen Deutschlands. Käthe Kollwitz und Max Liebermann schätzten sie. Sie prägte das reformerische Kulturleben der Hauptstadt Berlins mit, war eine gute Netzwerkerin und in vielen Vereinigungen aktiv. Die Liste ihrer Porträts liest sich wie ein Who‘s who der damaligen Gesellschaft.

Heute aber ist Julie Wolfthorn vergessen, nur einem kleinen Kreis bekannt. Das liegt zum einem wohl an der Kunstgeschichtsschreibung und -forschung, die Künstlerinnen generell lange wenig beachtete. Zum anderen ist es auch in der Biographie der Malerin und Graphikerin begründet. Sie war jüdischer Herkunft. Mit der Machtübernahme und einsetzenden Judenverfolgung änderte sich für Julie Wolfthorn das Leben radikal. Auch sie wurde zunehmend aus der Gesellschaft ausgegrenzt. 1942 mit beinahe 80 Jahren ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, überlebte sie dort noch zwei Jahre – selbst an diesem Ort arbeitete sie weiter, wenn auch heimlich.

Heike Carstensen fasst erstmals die verstreuten Quellen zusammen und wertet diese aus. Einem biographisch orientierten Text, der auch ihre künstlerische Entwicklung darstellt, schließt sich ein kommentierter Katalog mit nahezu 500 Werken an. Es ist ein erster Grundstein, um die Malerin und Graphikerin Julie Wolfthorn (1864–1944) dem Vergessen zu entreißen – und ihr einen würdigen Platz in der Kunstgeschichtsschreibung einzuräumen.

Die Autorin:  

Dr. Heike Carstensen studierte Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Germanistik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie war viele Jahre in der Redaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages und während des Studiums in der Kunsthalle zu Kiel und in der muthesius Kunsthochschule in Kiel tätig.

Seit mehreren Jahren lebt sie als freiberufliche Kunsthistorikerin in Stralsund – und kuratiert und publiziert insbesondere im Bereich der „vergessenen Künstler“.

 ISBN 978-3-8288-2728-8
518 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 2011
Preis: 34,90 € *
 siehe unter: www.tectum-verlag.de

 

Literatur:

Ines Hagemeyer, "Dem Vergessen entreißen. Heike Carstensen, Leben und Werk der Malerin und Grafikerin Julie Wolfthorn (1864 - 1944), Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens, Tectumverlag, marburg 2011, 516 Seiten", in: DICHTUNGSRING 41. Zeitschrift für Literatur 2012, Bonn.

(Text siehe unten)

Ines Hagemeier in: Dichtungsring 41. Zeitschrift für Literatur 2012, Bonn.